Labyrinth auf dem Kirchplatz

St. Peter und Paul:  Kirchbau und Gemeindegründung

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war bedingt durch die Industrialisierung und den Bau der Kasernen die Einwohnerzahl der Stadt Siegen und damit auch Zahl der Katholiken von St. Marien rapide gestiegen. Es wurde über die Gründung einer neuen Gemeinde nachgedacht, deren Gotteshaus in der näheren und weiteren Umgebung der neu entstehenden Wohngebiete: Winchenbach, Häusling, Rosterberg, Heidenberg, Achenbach, Fischbacherberg, Wellersberg, Trupbach und Seelbach errichtet werden sollte.

Die Heilig-Geist-Kirche in Seelbach

In den Nachkriegsjahren zogen in die fast ausschließlich protestantischen Ortsteile Trupbach und Seelbach viele Vertriebene und Flüchtlinge katholischen Glaubens. Sie gehörten zur St. Peter und Paul – Pfarrei. Der Weg zur Kirche war weit, zudem war sie bei den Gottesdiensten meist überfüllt. So wurde vor der Kulisse des Bubergs, an der Grenze der Ortsteile Trupbach und Seelbach im Jahre 1966 mit dem Bau eines neuen Gotteshauses begonnen. Am 28. Mai 1967 wurde die Kirche geweiht und unter das Patronat des Heiligen Geistes gestellt.

(Gekürzt aus dem Beitrag „St. Jost und die Heilig-Geist-Kirche in Seelbach“ von Magdalene Hentschel, in „St. Peter und Paul, Festschrift zum 50. Kirchweihjubiläum 1987“, Hrsg.: Pfarrgemeinderat)

 

St. Lukas aussen

St. Lukas auf dem Fischbacherberg

Nach dem 2. Weltkrieg belegte man eine in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete Kaserne mit Flüchtlingen und Ausgebombten. Sie waren die ersten Einwohner von Siegen, die am Fischbacherberg angesiedelt wurden. Schon 1946 wurde an Heiligabend in einem Behelfsraum des Blocks E der ehemaligen Kaserne die erste Messe gefeiert. 1951 wurde der Kirchenraum in den Block F verlegt und hatte dort bis 1984 seine Bleibe. Die regelmäßigen Gottesdienstfeiern wurden allerdings 1967 aufgrund des Wegzugs von vielen Gläubigen und der Errichtung der Heilig-Geist-Kirche in Seelbach ausgesetzt. Erst im November 1974 konnte die heilige Messe wieder am Fischbacherberg in dem von der evangelischen Christus-Kirchengemeinde zur Verfügung gestellten Gottesdienstraum gefeiert werden

Foto St. Marien aussen

Kirchbau und Gemeindegründung von St. Marien in Eiserfeld

Im Jahr 1836 werden erstmals katholische Christen in Eiserfeld erwähnt. Zur Andacht und Christenlehre trafen sie sich zunächst in Privathaushalten und ab 1858 dann in der neu errichteten Kapellenschule. Zum Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes mussten sie allerdings bis 1886 zur Pfarrkirche St. Marien in Siegen gehen. Seit 1886 wurden die Sonntagsgottesdienste dann in der 1860 eröffneten Kapellenschule von einem Priester der Pfarrgemeinde St. Marien Siegen abgehalten.

St. Liborius aussen

Gründung der Pfarrvikarie St. Liborius und Bau der Kirche

Bis zum Jahre 1946 gehörten die wenigen katholischen Bürger (125) von Niederschelden, Gosenbach und Oberschelden der Pfarrgemeinde St. Marien Eiserfeld an. Nach dem Krieg kamen sehr viele Vertriebene und Flüchtlinge nach Niederschelden. Das hatte zur Folge, dass die Zahl der Gläubigen auf 800 anwuchs. Im August 1946 wurde deshalb der erste Gottesdienst in der Dorfschenke abgehalten. 1947 richtete das Generalvikariat einen eigenen Seelsorgebezirk in Niederschelden ein. (Am 25. Juli 1956 wurde die Kuratie Niederschelden zur Pfarrvikarie ohne eigene Vermögensverwaltung erhoben.

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